alternative Heilmethoden


  
Natürlich gibt es viele, nicht - medikamentöse Alternativen zur Behandlung der kranken Psyche. Im Folgenden werden nur einige wenige Alternativen – kurz – vorgestellt:

Orthomolekulare Medizin:
Dieser Begriff geht auf den angesehenen zweifachen Nobelpreisträger Linus Pauling zurück: orthomolekular bedeutet, dass die richtigen Substanzen ('Moleküle’), z.B. Vitamine oder Spuren elemente, in einer richtigen Konzentration im Körper vorhanden sein müssen, um geistig- seelisches Wohlbefinden zu erreichen. Seit langem ist bekannt, dass ein relativer Mangel an bestimmten Vitaminen (z.B. Vitamin B1) schwerste 'schizophrenie’- ähnliche Störungen bewirken kann. Die richtige Arznei wäre dann nicht irgendein Neuroleptikum, sondern hochdosierte Zufuhr von Vitamin B1.
Das Therapie- Prinzip der Orthomolekularen Psychiatrie besteht in der Gabe von orthomolekularen Substanzen, d.h. Stoffen, die im Laufe der Evolution entstanden sind und auch natürlicherweise im Menschen vorkommen, z.B. Spurenelemente wie Zink, Magnesium, Kupfer, Eisen etc. Durch die Behebung eines Stoffmangels sollen psychische Beschwerden abgemildert oder behoben werden. In letzter Zeit untersucht die Orthomolekulare Psychiatrie darüber hinaus die gesundheitlichen Auswirkungen giftiger Metalle wie Blei, Cadmium, Quecksilber, Aluminium, die auf dem Wege der Umweltversschmut zung immer mehr unsere Nahrung und somit auch den menschlichen Organismus durchdringen.

Klinische Ökologie:
Auf bestimmte unverträgliche Stoffe (etwa in der Nahrung) reagieren manche Menschen allergisch, z.B. mit einem Hautausschlag. Die Klinische Ökologie geht nun davon aus, dass individuell unverträgliche Stoffe nicht nur eine körperliche Allergie, sondern auch eine 'psychische Allergie’ auslösen können. So wären also Depressionen, Manien, Halluzinationen, Angst - und Aggressions- ausbrüche, Gedächtnisausfälle, leidvolle Persönlichkeits-Störungen usw. als allergische Reaktionen anzusehen. Diese Krankheiten sollen dann nicht durch Zuführung bestimmter Stoffe (z.B. Medikamente), behoben werden, sondern durch Weglassen Allergie-auslösender Stoffe, die in unserer Nahrung vorkommen. Durch eine – durchaus aufwändige – Diagnostik lassen sich die schädlichen Stoffe austesten.

Selbstentspannung, Autogenes Training, Atemübungen, Auto- Suggestion, Yoga, Meditation …:
Viele dieser Selbstheilungs-Techniken gehen auf uralte, seit Jahrtausenden gepflegte Verfahren zur Behandlung von seelisch- körperlichen Beschwerden und Krankheiten zurück (z.B. suggestives Behandeln durch Handauflegen oder Autosuggestion durch zielgerichtete Erwartungen im Gebet). Es handelt sich um leicht erlernbare (nicht an bestimmte Religionen gebundene) Verfahren, die man sich am besten durch eine/n erfahr. Lehrerin/Lehrer nahebringen lässt. Durch all diese Übungen erreichen Sie eine tiefgehende Selbst-Entspannung, eine Selbst-Erfahrung und vermehrtes Selbst-Bewusstsein.

Naturbetrachtungen:
Auch die Natur hat – ähnlich wie der Mensch – verschiedene Stimmungen, z.B. die Heiterkeit des Frühjahrs und die Melancholie des Spätherbstes. Indem man in der gewaltigen Natur die eigenen Stimmungen wider - gespiegelt findet, kann man das Gefühl gewinnen, in der Natur einen mächtigen Verbündeten zu finden. Dies kann das Dasein auf dieser Erde ein wenig oder gar erheblich erleichtern. Die Kunstrichtung der 'Deutschen Romantik’ hat die Bedeutung, die die Natur für die Menschen hat, auf eindrucksvolle Weise zelebriert.

Östliche Seelen-Heilkunde:
Hier könnten sehr viele unterschiedliche Richtungen aufgeführ t werden. Als ein Beispiel soll lediglich die 'Methode des Zen’ vorgestellt werden, die der japanische Psychotherapeut D.T. Suzuki als schöpferische und antiwissenschaftliche Methode sieht, und die er den analytisch-zerlegenden, logik- orientierten Verfahren der dogmatischen Wissenschafts-Richtungen gegenüberstellt:

"Die Methode des Zen besteht darin, in den Gegenstand selbst einzudringen und ihn sozusagen von innen zu sehen. Die Blume kennen heißt, zur Blume werden, die Blume sein, als Blume blühen und sich an Sonne und Regen erfreuen. Die Blume wird nicht seziert, nicht analysiert, sie bleibt als Blume erhalten.
Das heißt, indem ich mich in die Blume verliere, kenne ich mein Ich ebenso wie die Blume. Diese Art, der Wirklichkeit gegenüberzut reten, nenne ich die Methode des Zen, die vor- oder über - oder sogar antiwissenschaftliche Methode."

Dies ist auch das Prinzip mancher Psychotherapeuten: Den Klienten nicht analytisch und diagnostisch zerlegen, sondern ihn so, wie er ist, akzeptieren und versuchen, sich in ihn hineinzufühlen, um ihm dadurch Spielraum für Entfaltung zu schenken.

Ernährung und Psyche – Vegetarismus:
Für die psychische Stabilisierung ist es günstig, grundsätzlich auf den Verbrauch von Fleisch, Wurst und Fisch zu verzichten (also keine Tiere zu töten und zu essen). Fleisch ist für eine vollwertige Ernährung beim Menschen nicht erforderlich (und überdies verzehrt man – bekanntermaßen – mit einem Steak oder einem Lammbraten gleichzeitig eine breite Palette an Hormonen und unterschiedlicher Antibiotika).
Jeder Tieresser frage sich, ob er weiterhin Fleisch oder Wurst essen würde, wenn er das Töten nicht dem Schlächter überließe, sondern selbst handeln müsste, ein Lamm erstechen oder eine Forelle erschlagen. Erwiesenermaßen produziert ein Tier, bevor es hingerichtet wird – aus Angst – vielerlei 'Stresshormone’ (z.B. Adrenalin) in höchsten Konzentrationen, die sich in Organen und Muskulatur nachweisen lassen. Beim Verzehr von Tierfleisch werden auch diese Stresshormone einverleibt und können im menschlichen Körper erhebliche neurovegetative Störungen bewirken. Oder klarer gesagt:
Wer Fleisch verzehrt, isst die Todesangst des Tieres mit. Dass dies nicht gesund sein kann, leuchtet wohl ein.
Anscheinend kannte schon Paracelsus – vor rund 500 Jahren – diesen Zusammenhang:
„Das viele Essen und besonders das Fleischessen unterdrücken die Vernunft, machen untüchtig zu scharfem Nachdenken und erzeugen träge Gemüter, die zu jeder Dummheit und Torheit fähig sind.“

Statistiken zeigen, dass Vegetarier – verglichen mit den Durchschnittsbürgern – weniger oft krank werden und seltener chronische Leiden haben. Vegetarismus ist keine neue Erfindung, sondern hat in anderen Kulturen eine lange Tradition, beispielsweise bei den viel-hundert Millionen Anhängern des Hinduismus. Erfreulicherweise nimmt die Zahl derer, die sich vegetarisch ernähren, in Europa und Nordamerika seit Jahren beständig zu. Viele Menschen bekennen: ich will keine Menschen töten und auch keine Tiere töten. Das Motto bezüglich Essen lautet: „ich esse nichts, was Augen hat.“

Natürlich gibt es noch viele andere alternative Behandlungsmethoden – bitte versuchen Sie selbst zu suchen, finden, lesen, forschen: Diese Welt ist voller Geheimnisse, eines dieser Geheimnisse wird auch Ihnen helfen!










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